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Sellestadt Helau!

seite fa2019Die Seligenstädter Fastnacht ist mittlerweile weit bekannt. Diverse Fastnachtssitzungen, Tanzveranstaltungen und der berühmte Prinzenball runden die fastnachtlichen Möglichkeiten ab. Das fastnachtliche Brauchtum ist in eine tief verwurzelte Tradition eingebettet. Der erste urkundlich nachweisbare Fastnachtszug in Seligenstadt war im Jahre 1859. Der Heimatbund eröffnet im Januar den närrischen Reigen mit seinen Gala-Sitzungen und der Vorstellung des Seligenstädter Prinzenpaares. Seit 1949 regiert ein vom Heimatbund ausgesuchtes und bis zur Gala-Sitzung streng geheim gehaltenes Prinzenpaar das Narrenvolk der Schlumber. Der Heimatbund ist ebenfalls Veranstalter des Seligenstädter Rosenmontagszuges. Der Rosenmontagszug beinhaltet keine Werbung. Alle Wagen werden durch Freiwillige gebaut und die Fußgruppen finanzieren Ihr Kostüm aus eigener Tasche. Zur Finanzierung des völlig werbefreien Zuges ist ein Obulus für eine Zugplakette zu entrichten.

Rosenmontagszug

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Bereits seit dem Jahr 1859 existiert in Seligenstadt ein Rosenmontagszug. Er gilt unter närrischen Insidern als der Schönste und Größte im Kreisgebiet und führt von 13:31 Uhr an auf einer Strecke von vier Kilometern durch die Einhardstadt. 40.000 bis 50.000 Besucher aus der Region werden wohl auch diesmal die Straßen und Gassen von „Schlumberland“ säumen, wie die Stadt während der fünften Jahreszeit liebevoll genannt wird.

Die Fastnachter selbst bezeichnen sich als „Schlumber“ und versammeln sich stets am Montagmorgen um Punkt 7:11 Uhr auf dem Seligenstädtern Marktplatz zum traditionellen Weckruf. Kurz darauf zieht die Schlumberschaar unter lauten „Seligstadt-Helau“-Rufen und mit viel Musik zum „Herrschaftssitz“ des Prinzen. Zusammen mit der närrischen Hoheit geht es anschließend zum Palais der amtierenden Prinzessin, die der Prinz in deren Wohnung wachküsst.

Überhaupt bringt die Seligenstädter Fastnacht Unmengen von Feiernden auf die Straßen. Bereits am Mittwoch vor Fastnacht findet in Seligenstadt zudem der traditionelle Hexenrummel statt, der in der gesamten Altstadt und nahezu allen Gasthäusern für wildes Treiben sorgt. Es wird getanzt, gefeiert und gesungen. „Schlumberland“ ist außer Rand und Band. Und wer sich an den tollen Tagen um die „Schlumberländer Fastnacht“ verdient macht, dem winkt sogar der sogenannte „Rathausorden“, den das Stadtoberhaupt aus gegebenem Anlass an besonders engagierte Narren verleiht. Mehr Informationen zum Rosenmontagszug in Seligenstadt unter www.heimatbund-seligenstadt.de 

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Verstärkte Kontrollen
Auch zur Durchsetzung der des Glasverbots der Stadt Seligenstadt (für Glasflaschen, Gläser und Behältnisse aus Glas), wird es vor dem Rosenmontagszug an den Durchgangsstellen zum Veranstaltungsbereich verstärkt umfangreiche Sicherheitskontrollen für Besucher mit Taschen und Rucksäcken geben. Wer keine Tasche trägt, wird einfacher und schneller durch die Kontrolle kommen. Mehr Informationen zur „Gefahrenabwehrverordnung Glas“ der Stadt auf www.seligenstadt.de und zum Rosenmontagszug unter www.heimatbund-seligenstadt.de.

 


Seligenstadt HELAU!! - Närrische Stadtführung durch die 5. Jahreszeit

Das Fastnachtsgeschehen gehört in Seligenstadt bekanntlich zum Kulturgut. Auch in der aktuellen Kampagne bietet die Tourist-Info der Stadt Seligenstadt wieder spezielle Stadtführungen rund um das Thema Fastnacht an.

„Wer Interessantes über die Geschichte der Seligenstädter Fastnacht erfahren möchte, sollte unbedingt an einer dieser „närrischen Führungen“ teilnehmen“, empfiehlt Erster Stadtrat Michael Gerheim.

Termine: Samstage: 12.,19. und 26. Januar 2019/ 2.,9. und 23. Februar 2019 Freitag: 1. März 2018 Treffpunkt 12.30 Uhr am Marktplatzbrunnen Die Führung kostet 5,00 € pro Person und beinhaltet einen Abschiedstrunk im Fast-nachtsmuseum. Kinder unter 12 Jahren sind frei.

Um Voranmeldung unter Tel. 06182/87177 wird gebeten.

Bei diesen 1 ½ stündigen Führungen, die teilweise auf den Wegen früherer Rosenmontagszüge stattfinden, erhalten die Teilnehmer interessante Einblicke in die Historie der Stadt sowie Schilderungen von unterhaltsamen Originalbegebenheiten der Seligenstädter Fastnacht. Anschließend wird das Fastnachtsmuseum besucht. Hier steht die Geschichte der Seligenstädter Fastnacht mit ihren Umzügen, Prinzenpaaren, den Wagenbauern und Fußgruppen, dem Hexentreiben und dem Weckruf auf dem Programm.

Pressemitteilung der Stadt Seligenstadt Nr. 7186


Die Fastnachtsveranstaltungen im Überblick:


Vorstellung des neuen Heimatbund-Orden: Zum Geleit Helau

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Seligenstadt (red) – Pferd, Geleitslöffel, Wagenrad, Dreispitz – die Zeichen trügen nicht. Der neue Heimatbund-Orden weist mit all seinen Elementen auf den im Juni startenden Kaufmannszug und auf das diesjährige Geleitsfest hin, das mit dem Festwochenende, Geleitszug und „Hänseln“ im August auf dem Marktplatz seinen Höhepunkt findet. Ein Narr mit barocker Perücke und kombinierter Dreispitz-Narrenkappe auf dem Kopf, plus besiegeltem Geleitsbrief in der Hand, sitzt auf einem beweglich-lebendigen Vehikel, halb Geleitslöffel, halb Pferd. Mit der Löffelkette – normalerweise mit dem Löffel fest verbunden, da aus einem Stück geschnitzt – scheint der närrische „Kauffuhrmann“ das Gefährt zu führen. Auf dem sichtbaren Wagenrad ist das Seligenstädter Wappen zu sehen. Auf dem Löffel steht „Heimatbund Seligenstadt“ und die Jahreszahl 2019 zu lesen, im Löffelgriff ist „Geleitsreiter Helau“ aufgeführt.

Seit eh und jeh wird das Heimatfest „Seligenstädter Geleit“ gefeiert. Grundlage ist der sogenannte Hänselbrauch, der sich im Laufe der Zeit unter den auf dem Weg zur Frankfurter Messe befindlichen Kaufleuten entwickelte, die in Seligenstadt letzte Station hielten. Neuankömmlinge mussten den einen Liter fassenden Löffel, der ihnen mittels einer Kette um den Hals gelegt wurde, in einem Zug leertrinken. Wer diese Tortur nicht schaffte, hatte die Kaufmannschaft freizuhalten. Erst danach wurde er in die Gemeinschaft der Kaufleute aufgenommen. Dieser Brauch wird bis heute gepflegt und ist der Höhepunkt des alle vier Jahre stattfindenden Geleitsfestes. So auch dieses Jahr, wenn am Sonntagnachmittag des 11. August nach dem historischen Geleitszug drei, noch bekanntzugebende Kandidaten öffentlich auf dem Seligenstädter Marktplatz den Löffel trinken.

Nicht nur den Hänselbrauch kündigt der Bajazz als Geleitsreiter und Vorbote für das Kommende an. Auch auf den am 1. Juni in Augsburg startenden Kaufmannszug weist der Narr hin. Seit 2003, fast 200 Jahre nach dem letzten von Truppen geleiteten Zug, treten im Festturnus mehrere hundert Seligenstädter Bürger in zeittypischen Gewändern des 18. Jahrhunderts mit historischen Fuhrwerken, zusammen mit Reitern, immer wieder zu solch einem, ungefähr 340 Kilometer langen Kaufmannszug an, pflegen so wertvolles Brauchtum und lassen die wechselvolle, reiche Geschichte Seligenstadts lebendig werden.

Schließlich wäre hinzuzufügen, dass alljährlich das Prinzenpaar im großen Löffelwagen mit dem ebenfalls darauf befindlichen Till fester Bestandteil des Rosenmontagszuges ist. Ob der Narr auf dem Orden etwa als Till das neue Prinzenpaar aus dem Kreis der Kaufmannszügler propagiert, vermag man noch nicht zu sagen. Oder stammen die Tollitäten aus den Reihen der Wagenbauer? Wer das Seligenstädter Prinzenpaar 2019 auch sein wird – dieses, im Moment bestgehütete Geheimnis Seligenstadts wird nicht vor der ersten Galasitzung des Heimatbunds preisgegeben. Die ersten beiden Galasitzungen sind nun auch schon lange ausverkauft. Für die dritte Galasitzung am Sonntag, 20. Januar um 16.01 Uhr, sind lediglich wenige Karten erhältlich. Interessierte können sich an den Fundus (06182/200610) wenden, um dort Karten für 20 Euro zu erwerben.

Entworfen hat den 11 Zentimeter breiten Orden wieder einmal mehr – und nun zum zehnten Mal – der Seligenstädter Künstler Joachim Rühl, höchst brillant umgesetzt nach einer Motividee-Vorgabe von Richard Biegel, Vorsitzender des Heimatbundes Seligenstadt. Seit dem Jahr 2010 gibt es im Übrigen eine Ordenskollektion. Analog zum Orden wird erneut ein Pin angeboten werden. Auf 45 x 30 mm genauso farbenprächtig und schmückend, ist der nicht nur für Sammler interessant, sondern dient zudem als Zugplakette für den Rosenmontagszug. Der Pin wird für 5 Euro in der Tourist-Info, sowie im Heimatbundfundus erhältlich sein und gilt auch als Zugplakette für den Rosenmontagszug. Ebenfalls auf Basis des Ordensmotivs gestaltet, wird auch die Rosenmontagszugplakette im Vorverkauf an selben Orten bis Fastnachtssamstag für 4 Euro verkauft. Am Rosenmontag ist die Zugplakette dann für einen Obolus von 5 Euro zu erwerben.

Mit folgenden Zeilen zur Erklärung und dem Ordensmotiv auf dem Flaschenetikett, bringt die Glaabsbräu zu Beginn der Fastnachtszeit wieder ein „Fastnachtsbier“ heraus:
Anno 2019  – „Seligenstädter Geleit“.
Doch zuvor – feiern wir die Fastnachtszeit.
Der Narr steigt auf den Löffel drauf,
der Kaufmannszug nimmt seinen Lauf.
Die Glaabsbräu ist 275 Jahre jung,
frisches Bier und froher Schwung,
heimatverbunden mit Tradition.
„Helau“ und Prost – wo gibts das schon!

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Bildunterschriften:
HB-Orden_1: Der neue Orden des Heimatbund Seligenstadt für die Fastnachtskampagne 2019. © Heimatbund Seligenstadt

HB-Orden_7: Der Pin ist auch als Zugplakette für den Rosenmontagszug gültig. © Heimatbund Seligenstadt

 

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